Warum der Altbau besondere Anforderungen stellt
Altbauten unterscheiden sich deutlich von modernen Gebäuden. Hohe Decken, ungedämmte Außenwände und ältere Fenster sorgen für einen höheren Wärmebedarf und stärkere Wärmeverluste.
Infrarotheizungen können auch im Altbau eingesetzt werden, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine pauschale Empfehlung ist hier nicht sinnvoll. Bevor geplant wird, hilft es, die grundlegende Wirkweise und die Grenzen zu kennen.
Der Dämmstandard als entscheidender Faktor
Je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes, desto höher fällt der Wärmeverlust aus. In unsanierten Altbauten muss deutlich mehr Heizleistung bereitgestellt werden, um eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen.
Das wirkt sich unmittelbar auf den Stromverbrauch aus und kann die Wirtschaftlichkeit einer Infrarotheizung stark einschränken. Eine gute Einordnung bietet der Überblick, was eine Infrarotheizung tatsächlich leisten kann.
Wann eine Infrarotheizung im Altbau funktionieren kann
In teil- oder vollständig sanierten Altbauten mit gedämmten Außenwänden und modernen Fenstern kann eine Infrarotheizung durchaus sinnvoll sein.
Auch in einzelnen Räumen, etwa Arbeitszimmern, Gästezimmern oder selten genutzten Bereichen, lässt sich Infrarotwärme gezielt einsetzen und flexibel steuern.
Typische Fehler bei der Planung im Altbau
Ein häufiger Fehler ist die Übertragung von Erfahrungen aus Neubauten auf Altbauten. Das führt oft zu einer Unterdimensionierung und dauerhaftem Nachheizen.
Ebenso problematisch ist der Einsatz als alleinige Hauptheizung ohne vorherige Bewertung der Bausubstanz. Gerade im Altbau spielt die Platzierung der Heizflächen eine zentrale Rolle, da Strahlungswärme nur dann effizient wirkt, wenn sie den Raum gezielt erreicht. Hilfreich sind hier Hinweise zur sinnvollen Nutzung von Wand- und Deckenheizungen bei Infrarotsystemen.
Alternative oder ergänzende Lösungen
In den meißten Altbauten ist eine Kombination verschiedener Heizsysteme sinnvoll. Infrarotheizungen können als Ergänzung eingesetzt werden, um einzelne Räume schnell und bedarfsgerecht zu erwärmen. So lässt sich der Wohnkomfort erhöhen, ohne das bestehende Heizsystem vollständig zu ersetzen.
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