Infrarotheizung Test & Vergleichstest

Die Meinungen zu Infrarotheizungen gehen auseinander: Während auf der einen Seite die niedrigen Anschaffungs- und Wartungskosten gelobt werden, sehen Kritiker den Energiebedarf als problematisch an.

Welche Infrarotheizung im Test gut abschneidet

Dabei kommt es auf den Einzelfall an: Die Effizienz der Geräte unterscheidet sich teilweise deutlich. Leider sind objektive und unabhängige Testberichte zu Infrarotheizungen schwer zu finden. Daher ist es wichtig, sich als Konsument umfassend vor einem Kauf zu informieren. Dazu gehört die Kenntnis der wichtigsten Faktoren, die sich auf die Qualität einer Infrarotheizung auswirken können. Diese werden im Folgenden dargestellt:

Kriterien zur Bewertung von Infrarotheizungen

Schutzklasse: Wie gut ist das Gerät vor eindringenden Fremdkörpern und Wasser geschützt? Hier gibt es eine Einteilung in verschiedene sogenannte Schutzklassen. Am weitesten verbreitet ist die Schutzklasse IP20, welche den Betrieb in Wohnräumen erlaubt. Schutzklasse IP44 zeichnet spritzwassergeschützte Geräte aus. Das ermöglicht den Einsatz in Badezimmern. Und Geräte mit der Schutzklasse IP65 sind komplett gegen Staub und Wasser geschützt.

Leistung: Hierbei geht es um die Heizleistung. Nur zwischen 80 und 90 Prozent der aufgenommenen elektrischen Leistung können in Wärmeleistung (Strahlungswärme) umgewandelt werden. So erbringt zum Beispiel eine Infrarotheizung mit einer Leistungsangabe von 400 Watt nur etwa 320 bis 360 Watt Heizleistung.

Material: Die Materialien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit. So erwärmt sich Metall zum Beispiel schnell, kühlt aber auch schnell wieder ab. Stein, Marmor und ähnliche Materialien verfügen dagegen über eine bessere Wärmespeicherfähigkeit. Das Material sollte natürlich optisch zum jeweiligen Wohnumfeld passen.

Montage: Kann der Heizkörper freistehend betrieben werden? Ist eine Montage an Wand oder Decke möglich?

Eignung für Feuchträume: Nicht alle Heizkörper lassen sich in Feuchträumen wie zum Beispiel im Badezimmer betreiben. Siehe dazu den Bereich „Schutzklasse“.

Überhitzungsschutz vorhanden? Damit die Heizung nicht überhitzen kann und Kurzschlüsse sowie Brandschäden vermieden werden, sollte eine Infrarotheizung unbedingt über einen Überhitzungsschutz verfügen.

Thermostat vorhanden? Ein Thermostat erlaubt die Steuerung der Heizung in Abhängigkeit von der Raumtemperatur. Das kann sich günstig auf die Heizkosten auswirken.

TÜV-Siegel vorhanden? Eine TÜV-Prüfung verschafft zusätzliche Sicherheit. Dazu kommen Eigenschaften wie Gewicht, Maße etc.

Welche Geräte wurden gut getestet? Einige Testsieger zur Auswahl

Es gibt verschiedene Vergleichsberichte für Infrarotheizungen. Dabei kommen meist die oben genannten Testkriterien zur Anwendung.

Hierzu muss man anmerken, dass viele dieser Testberichte auf sogenannten Affiliate-Seiten veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass Sie mit einem Klick zum entsprechenden Online-Shop gelangen, auf dem Sie die Heizung dann gleich kaufen können. Der Betreiber der Affiliate-Seite verdient an jedem Kauf. Dies muss man immer im Hinterkopf behalten, wenn man sich solche Tests ansieht.

Die Beratung durch einen Fachmann sollte in jedem Fall vor dem Kauf einer Infrarotheizung stehen. Um sich jedoch einen ersten Überblick über die verfügbaren Modelle und die Preisstruktur zu verschaffen, kann es nicht schaden, sich einige Testvergleiche näher anzusehen.

Fachmann für Infrarotheizungen

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Aktuell sind in verschiedenen Testportalen oftmals die folgenden Geräte auf den vorderen Plätzen zu finden:

Insidehome Infrarotheizung Premium: Sie verfügt über eine Leistung von 950 Watt und ist vor Spritzwasser geschützt (Schutzklasse IP44). Der Heizkörper ist aus Stahlblech gefertigt und lässt sich sowohl montiert an der Wand und der Decke als auch stehend betreiben. Optional steht ein Motivdruck zur Verfügung. Der Preis liegt bei rund 650 Euro.

Magma Infrarotheizung: Sie bietet eine Leistung von 400 Watt. Der große Vorteil: Durch die Schutzklasse IP65 ist die Heizung vor Staub und Wasser geschützt. Der Heizkörper besteht aus Granit. Dadurch wird Wärme länger gespeichert. Der Betrieb ist sowohl an der Wand als auch stehend möglich. Preislich liegt die Magma Infrarotheizung bei ca. 250 Euro.

Fern Infrarotheizung mit Thermostat P 600 von Könighaus Heizsysteme: 600 Watt Leistung bietet dieses Gerät bei gerade einmal vier Kilogramm Gewicht. Es ist TÜV-geprüft und geeignet für Feuchträume (Schutzklasse IP44). Zudem verfügt es über einen Thermostat. Das Gerät besitzt einen doppelten Überhitzungsschutz. Der Preis liegt bei etwa 120 Euro.

Marmory M800: Der Heizkörper aus Marmor ist mit Schutzklasse IP34 gekennzeichnet. Damit besteht ein Spritzwasserschutz. 800 Watt Leistung bringt die etwa 23 kg schwere Heizung, die sich an der Wand montieren lässt. Der Preis beträgt rund 300 Euro.

Insidehome Infrarotheizung Premium rahmenlos mit Bild Magma Infrarotheizung 400 Watt Stand-Variante mit Steckdosen­regler Fern Infrarotheizung mit Thermostat P 600 von Könighaus Heizsysteme Marmory M800
Leistung 950 Watt 400 Watt 600 Watt 800 Watt
Schutzklasse IP44 IP65 IP44 IP34
Material Stahlblech Granit grau-weiß k.A. Naturstein
Montage An der Wand, an der Decke, stehend An der Wand, stehend An der Wand An der Wand
Maße Querformat: L x B x T = 150 x 60 x 1,5 cm
Hochformat: L x B x T = 60 x 150 x 1,5 cm
61 x 30,5 x 1,7 cm 100 x 60 x 1 cm 100 x 40 x 6 cm
Überhitzungs­schutz vorhanden k.A. vorhanden vorhanden
Preis ca. 650 Euro ca. 250 Euro ca. 120 Euro ca. 300 Euro
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Vergleichsmessung zwischen Infrarotstrahlungsheizung und Gasheizung im Altbaubereich von der Technischen Universität Kaiserslautern

In der Untersuchung aus der Heizperiode 2008 / 2009 wurde festgestellt, dass eine Infrarotstrahlungsheizung eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen darstellen kann. Sowohl beim Energieverbrauch, den Kosten sowie hinsichtlich der CO2-Bilanz können sich Vorteile ergeben.

Dabei wurde vor allem als Vorteil genannt, dass sich Infrarotheizungen zu 100 Prozent regenerativ betreiben lassen.

Energetisch zu empfehlen sind laut Untersuchung die folgenden Eigenschaften von Infrarotheizungen:

  • Die Oberflächentemperatur sollte zwischen 60 und 120 Grad Celsius liegen
  • Speichermassen sollten nicht verwendet werden
  • Die Aufbauten sollten möglichst flach gehalten sein. Damit lässt sich der Konvektionsanteil minimieren.

Im Untersuchungsbericht wird darauf hingewiesen, dass die Werbeaussagen der Anbieter von Infrarotheizungen mit Vorsicht zu genießen seien. So sind Strahlungs-Wirkungsgrade von mehr als 90 Prozent kaum zu erreichen. Werden höhere Werte genannt, so beziehen sich diese auf die Umwandlung von elektrischer Energie in gesamte Wärmeenergie. Zur Strahlungsenergie kommt hier noch der Konvektionsanteil, also auf die Erwärmung von Luft.

Stiftung Warentest: noch kein Testbericht zu Infrarotheizungen

Logo Stiftung WarentestEine besonders beliebte Quelle für Testberichte ist die Stiftung Warentest. Leider gibt es aber zu Infrarotheizungen noch keinen eigenständigen Test.

Immerhin wurde aber das Thema Heizen in einem Testbericht aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „Günstig zur Wohlfühltemperatur“ behandelt. Dort können Sie nachlesen, wie Sie Ihre Heizkosten insgesamt reduzieren können, indem Sie zum Beispiel die optimale Temperatur für verschiedene Räume einstellen.

Ergänzung zu Testberichten: Erfahrungen bisheriger Käufer

Testberichte sind mit Bedacht zu lesen. Das gilt auch und insbesondere für Testberichte zu Infrarotheizungen. Die Auswahl und die Gewichtung der Testkriterien sind häufig nicht transparent. So kann es durchaus sein, dass ein Gerät ein gutes Testergebnis erzielt, sich im Einzelfall dann aber doch als nicht geeignet erweist.

Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, im Zuge der Recherche nicht nur Testergebnisse zu studieren, sondern sich auch die Erfahrungen bisheriger Käufer anzusehen. Eine geeignete Quelle dafür ist natürlich Amazon, weil es hier eine große Auswahl an Geräten gibt. Für die meisten dieser Geräte liegen zahlreiche Kundenbewertungen und Rezensionen vor. Darüber hinaus findet man hier unter „Kundenfragen und –antworten“ Hinweise auf Produkteigenschaften, die in der Beschreibung nicht erwähnt werden.

Kauf einer Infrarotheizung: So sollten Sie Testberichte nutzen

Testberichte können eine erste Orientierung bieten, um sich über die wichtigsten Eigenschaften von Infrarotheizungen zu informieren und um eine erste Auswahl möglicher Modell für den Kauf zu treffen. Dies allein genügt jedoch nicht. Zur selbständigen Recherche gehört auch das Prüfen von Kundenbewertungen und Erfahrungsberichten. Dabei sollte nicht nur Amazon genutzt, sondern verschiedene Plattformen herangezogen werden. Dazu gehört zum Beispiel auch das Niedrigenergieforum.

Der letzte Schritt vor dem Kauf sollte in der Kontaktaufnahme mit einem Fachhändler bestehen, der offene Fragen klären und passend zum Einzelfall die richtige Lösung empfehlen kann.

Viele Händler bieten einen Probekauf an: Damit hat der Kunde die Möglichkeit, das Gerät in den eigenen vier Wänden zu testen und zu prüfen, ob die persönlichen Erwartungen erfüllt werden. Notfalls besteht dann die Möglichkeit, das Gerät zurückzugeben.

Fazit: Testberichte helfen bei der Auswahl der passenden Infrarotheizung

Es gibt durchaus hilfreiche Testberichte zu Infrarotheizungen. Wer jedoch erwartet, auf einer einzigen Seite alle notwendigen Informationen zu finden, wird enttäuscht. Nur durch den Vergleich mehrerer Tests lässt sich ein einigermaßen objektives Bild erlangen.

In diesem Bericht wurden mögliche Anlaufstellen genannt, die bei der Recherche hilfreich sein können. Leider gibt es bis heute keine eigenständige Untersuchung der Stiftung Warentest zu Infrarotheizungen.

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