Warum sich rund um Infrarotheizungen viele Mythen halten
Infrarotheizungen werden häufig mit vereinfachten Aussagen beworben. Das führt dazu, dass sich bestimmte Annahmen festsetzen, die im Alltag so nicht zutreffen.
Viele Missverständnisse entstehen, weil technische Grundlagen, Nutzungsszenarien und bauliche Voraussetzungen nicht sauber voneinander getrennt werden.
Fehlannahme: Infrarotheizungen sind grundsätzlich günstiger
Oft wird angenommen, dass Infrarotheizungen automatisch geringere Heizkosten verursachen. Diese Vorstellung hält sich hartnäckig, ist aber nicht allgemeingültig.
Die laufenden Kosten hängen stark vom Gebäudezustand, der Heizdauer und dem Strompreis ab. In schlecht gedämmten Gebäuden können Infrarotheizungen sogar teurer sein als erwartet.
Fehlannahme: Eine Infrarotheizung ersetzt jede andere Heizform
Infrarotheizungen werden manchmal als universelle Lösung dargestellt. In der Praxis eignen sie sich jedoch nicht für jedes Gebäude und jede Nutzung als alleinige Hauptheizung.
Entscheidend ist, welche Heizleistung tatsächlich erforderlich ist und unter welchen Bedingungen sie erbracht werden kann. Eine realistische Einordnung liefert der Überblick dazu, was eine Infrarotheizung leisten kann.
Fehlannahme: Ein einzelnes Gerät reicht für den ganzen Raum
Viele gehen davon aus, dass ein einzelnes Heizpanel unabhängig von Raumgröße und Grundriss ausreicht.
In der Praxis ist die Dimensionierung entscheidend. Mehrere passend platzierte Heizflächen sind oft sinnvoller als ein einzelnes, überlastetes Gerät. Warum das so ist, wird bei der Frage der richtigen Dimensionierung einer Infrarotheizung deutlich.
Fehlannahme: Infrarotwärme ist automatisch gesund
Strahlungswärme wird häufig als besonders gesund beworben. Viele empfinden sie als angenehm, daraus lassen sich jedoch keine allgemeinen gesundheitlichen Wirkversprechen ableiten.
Ob Infrarotwärme als positiv wahrgenommen wird, hängt von Raumklima, Luftfeuchtigkeit und Nutzungsdauer ab. Eine sachliche Einordnung ohne Heilsversprechen bietet der Beitrag zur Infrarotheizung und Gesundheit.
Fehlannahme: Planung ist kaum nötig
Da Infrarotheizungen einfach zu montieren sind, wird der Planungsaufwand oft unterschätzt.
Gerade bei Platzierung, Leistungsauswahl und Nutzung entstehen viele Fehler, die später kaum zu korrigieren sind. Eine sorgfältige Planung ist daher entscheidend für Effizienz und Komfort.
Fazit: Erwartungen realistisch halten
Infrarotheizungen können sinnvoll sein, wenn sie passend eingesetzt werden. Sie sind jedoch keine pauschale Lösung für jedes Gebäude und jede Nutzung.
Wer typische Fehlannahmen kennt und die technischen sowie baulichen Rahmenbedingungen berücksichtigt, trifft fundiertere Entscheidungen und vermeidet Enttäuschungen im späteren Betrieb.
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