Warum Referenzen auf den ersten Blick überzeugen
Referenzen sind oft der erste Blickfang bei der Auswahl eines Webdesigners. Fertige Websites vermitteln Professionalität, bekannte Logos erzeugen Vertrauen und gute Gestaltung hinterlässt einen positiven Eindruck.
Diese Wirkung ist menschlich nachvollziehbar. Gleichzeitig verleitet sie dazu, Referenzen stärker zu gewichten, als sie es eigentlich hergeben.
Referenzen zeigen Ergebnisse, nicht den Projektverlauf
Eine Referenz zeigt das Endergebnis eines Projekts. Was sie nicht zeigt, ist der Weg dorthin. Wie klar war das Briefing, wie viele Korrekturen waren nötig, wie lief die Abstimmung.
Ob ein Projekt reibungslos oder konfliktreich verlief, bleibt von außen unsichtbar.
Designqualität sagt wenig über Arbeitsweise aus
Eine optisch ansprechende Website kann auf einer sehr strukturierten Zusammenarbeit basieren oder auf vielen Nachbesserungen und Kompromissen.
Referenzen erlauben keinen Rückschluss darauf, wie zuverlässig Termine eingehalten wurden oder wie flexibel auf Änderungen reagiert wurde.
Unterschiedliche Ziele führen zu unterschiedlichen Ergebnissen
Websites werden nicht für den Webdesigner gebaut, sondern für konkrete Ziele. Leadgenerierung, Imageaufbau oder Informationsvermittlung stellen unterschiedliche Anforderungen.
Eine schöne Referenz kann für ein völlig anderes Ziel optimiert worden sein und deshalb wenig über die Eignung für das eigene Projekt aussagen.
Branche und Zielgruppe werden häufig übersehen
Referenzen wirken universell, sind es aber nicht. Eine Website für ein Startup folgt anderen Regeln als eine für ein etabliertes Unternehmen oder einen lokalen Dienstleister.
Was für eine Zielgruppe funktioniert, kann bei einer anderen ins Leere laufen.
Der Einfluss des Auftraggebers bleibt unklar
Manche Projekte entstehen unter starker inhaltlicher und gestalterischer Vorgabe des Kunden. Andere lassen dem Webdesigner viel Freiraum.
Wie groß der tatsächliche Anteil des Webdesigners an einer Referenz war, lässt sich von außen kaum beurteilen.
Aktualität wird oft überschätzt
Referenzen bleiben häufig jahrelang online. Technische Standards, Nutzergewohnheiten und rechtliche Anforderungen ändern sich jedoch kontinuierlich.
Eine optisch moderne Website ist nicht automatisch technisch oder konzeptionell aktuell.
Was Referenzen sinnvoll ergänzen sollte
Gespräche über Vorgehensweise, Verständnis für Ziele und klare Antworten auf Rückfragen sind aussagekräftiger als Bildergalerien.
Welche Fragen dabei helfen, zeigt auch welche Fragen man Webdesignern stellen sollte.
Wie Unternehmen Referenzen richtig nutzen
Referenzen eignen sich als Einstieg, um Stil und grundsätzliche Ausrichtung kennenzulernen. Sie sollten jedoch nicht als Hauptentscheidungskriterium dienen.
Wer Referenzen einordnet statt ihnen blind zu vertrauen, trifft ausgewogenere Entscheidungen.
Wenn Unsicherheit bleibt, lohnt es sich, Referenzen gemeinsam zu besprechen und kritisch zu hinterfragen. Eine neutrale Einschätzung hilft, Ergebnisse realistisch einzuordnen und Fehlinterpretationen zu vermeiden.
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