Wie ein in die Jahre gekommener Onlineshop wieder deutlich erfolgreicher wurde
Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich Wohnen und Einrichtung betrieb seit vielen Jahren einen erfolgreichen Onlineshop. Der Shop erzielte stabile Umsätze, hatte Stammkunden und wurde regelmäßig über Google gefunden.
Trotzdem zeigte sich mit der Zeit ein klares Problem. Die Technik war veraltet, die mobile Nutzung wirkte mühsam und immer mehr Besucher brachen den Kaufprozess ab, bevor eine Bestellung abgeschlossen wurde.
Ausgangssituation
Der bestehende Webshop war über Jahre gewachsen. Neue Produkte, Aktionsseiten und Erweiterungen wurden immer wieder ergänzt, ohne dass Struktur, Technik und Nutzerführung konsequent mitentwickelt wurden.
Die Folgen waren messbar. Die Ladezeiten lagen auf einzelnen Seiten bei über fünf Sekunden, die mobile Absprungrate war deutlich gestiegen und die Conversion-Rate sank innerhalb von drei Jahren von 3,8 Prozent auf 2,1 Prozent.
Warum ein einfacher Designwechsel nicht ausgereicht hätte
Zunächst stand nur ein optischer Relaunch im Raum. Schnell wurde jedoch klar, dass ein neues Layout allein die eigentlichen Schwächen nicht lösen würde.
Wichtiger waren eine präzise Planung, eine saubere technische Umsetzung und die Frage, ob ein Systemwechsel sinnvoll ist. Gerade bei einem bestehenden Onlineshop kann ein unvorbereiteter Wechsel zu Rankingverlusten, fehlerhaften Weiterleitungen und Umsatzeinbrüchen führen.
SEO, Struktur und Sichtbarkeit
Bei der Analyse zeigte sich, dass viele Produktseiten für Suchmaschinen nicht sauber aufbereitet waren. Meta-Daten fehlten teilweise, Kategorien waren uneinheitlich strukturiert und wichtige Begriffe wie Onlineshop, Webshop, online verkaufen oder produktspezifische Suchanfragen wurden nicht konsequent genutzt.
Deshalb wurde vor dem Relaunch ein SEO-Konzept erstellt. Bestehende URLs wurden geprüft, Weiterleitungen geplant und wichtige Inhalte überarbeitet, damit die vorhandene Sichtbarkeit nicht verloren geht.
Shop Usability und UX
Ein Schwerpunkt lag auf der Nutzerführung. Die Navigation wurde vereinfacht, Produktseiten wurden klarer aufgebaut und wichtige Informationen wie Lieferzeit, Verfügbarkeit, Varianten und Rückgabehinweise sichtbarer platziert.
Besonders genau wurde der Bestellvorgang geprüft. Dort sind Absprungraten besonders kritisch, weil der Nutzer bereits Kaufinteresse zeigt. Nach der Überarbeitung wurden unnötige Schritte entfernt und die Eingaben übersichtlicher gestaltet.
Crossmarketing und Warenkorbwert
Zusätzlich wurde der Shop stärker auf Crossmarketing ausgerichtet. Passende Ergänzungsprodukte wurden sinnvoll platziert, Ratgeberinhalte mit Produktseiten verbunden und saisonale Kampagnen besser vorbereitet.
Dadurch konnten Nutzer nicht nur schneller kaufen, sondern fanden auch häufiger ergänzende Produkte. Der durchschnittliche Warenkorbwert stieg nach dem Relaunch um rund 18 Prozent.
Das Ergebnis
Sechs Monate nach dem Relaunch lagen belastbare Vergleichswerte vor. Die Ladezeiten hatten sich mehr als halbiert, die mobile Conversion-Rate stieg um rund 41 Prozent und der organische Google-Traffic legte um etwa 58 Prozent zu.
Auch der Bestellvorgang zeigte eine deutliche Verbesserung. Die Abbruchquote im Checkout sank um rund 34 Prozent. Das Unternehmen konnte mit nahezu gleichem Werbebudget deutlich mehr Umsatz erzielen.
Was sich daraus ableiten lässt
Eine erfolgreiche Onlineshop Erstellung beginnt nicht beim Design. Entscheidend sind Planung, technische Sorgfalt, SEO, Nutzerführung und ein Bestellprozess, der Vertrauen schafft.
Gerade beim online Verkaufen entstehen viele Verluste nicht durch schlechte Produkte, sondern durch Reibung im falschen Moment. Ein moderner Webshop muss deshalb nicht nur gut aussehen, sondern verständlich, schnell und zuverlässig funktionieren.
Wer einen Onlineshop erstellen oder modernisieren möchte, sollte passende Anbieter sorgfältig vergleichen. Passende Angebote anfordern
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